20. Sep. 2020

Im Gespräch mit Dylan Quinn vom Dylan Quinn Dance Theatre aus Nordirland

Das Dylan Quinn Dance Theatre aus Nordirland war am Festivalsamstag (19.09.) mit ihrer Tanzperformance Fulcrum im Burgtheater zu sehen. Jasmin und Lena haben Dylan Quinn getroffen und ihm folgende Fragen gestellt:


Have you ever encountered any borders or boundaries in your life, which you had to overcome and if so what were they?

Was it a conscious decision of yours to come to Bautzen and why did you decide to participate in this festival?

Auf unserem Instagram-Kanal findet ihr seine Antworten.


20. Sep. 2020

Bilder des Tages – 19.09.


Foto: Lucia Bartl


19. Sep. 2020

Im Gespräch mit dem Jungen Theater Heidelberg

Am Freitag (18.09.) war das Junge Theater Heidelberg mit SCHAU.PLATZ.ANGST zu Gast in Bautzen. Jasmin und Lena haben die Theatergruppe getroffen und folgende Fragen gestellt:


Welche Grenzerfahrungen hast du schon in deinem Leben gemacht und welche Grenzen hast du schon überwunden?

Hattest du vorher einen Bezug zu Bautzen und findest du es wichtig, dass ein Stück von euch hier aufgeführt wird?

Die Antworten findet ihr auf unserem Instagram-Kanal.


19. Sep. 2020

Heute um 19.30 Uhr FREMD 4.0

FREMD 4.0 – Eine Produktion von VolXbühne und A.TONAL THEATER heute Abend um 19.30 Uhr zu Gast auf der Bühne des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters.


19. Sep. 2020

Willkommen Anderswo – 18 Eigenschaften


W ertschätzend
I ronisch
L ernbereit
L ebendig
K ommunikativ
O ffensiv
M einungsstark
M itreissend
E xperimentierfreudig
N iedlich


A ktiv
N achhaltig
D ankbar
E hrlich
R isikobereit
S ensibel
W eiterdenkend
O ptimistisch
!

DB


19. Sep. 2020

Ein Eindruck unserer performativen Eröffnung vor zwei Tagen auf dem Kornmarkt in Bautzen. Erkennt ihr die beiden Buchstaben W und A? 😎


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19. Sep. 2020

Was bedeutete für Sie „Grenzen überwinden“?

Passend zum Festival habe ich mit verschiedenen Leute gesprochen und gefragt, was für sie „Grenzen überwinden“ bedeutet. Hier ein paar Eindrücke aus den Gesprächen.


„Für mich sind Grenzen zumeist etwas, dass man sich selbst innerlich auferlegt hat. Eine Grenze überwinden bedeutet für mich, immer wieder die eigene Komfortzone zu verlassen und etwas Neues zu entdecken oder zu erfahren, das einem bis dahin unvertraut war. Das kann sehr anstrengend oder auch sehr leicht sein, je nach Situation. Aber ich glaube, jede Grenze, die man überwunden hat, bringt einen in der eigenen persönlichen Entwicklung weiter.“


„Hindernisse aus dem Weg räumen, sodass eine Annährung ermöglicht wird.“


„Unterwäsche bei H&M klauen, mich krank melden und auf ein Konzert gehen, einen süßen Typen bei Aldi an der Kasse anquatschen.“


Morgen gibt es ein paar mehr!


DB


19. Sep. 2020

Youtube-Tagebuch – 2. Festivaltag


19. Sep. 2020

Bilder des Tages – 18.09.


Foto: Lucia Bartl


19. Sep. 2020

Was für ein erfrischender Tag – 18.09.

Nach einem leichten Frühstück in der Jugendherberge bin ich zu der ersten Filmvorstellung von der Kammerklicke München gegangen. Aufgrund der Corona-Bestimmungen in Bayern konnte die Theatergruppe leider nicht zum Festival kommen. Das eigentliche geplant Theaterstück wurde durch die derzeitigen Umstände am Ende zu einem einstündigen Film. In dem Film #TEMPEST verarbeiten die 20 Spielenden auf Grundlage von William Shakespeare „Der Sturm“ ihre Geschichten von Selbstständigkeit, Trennung und Zusammenkommen, alles in schwarz-weiß gehalten und mit einem Einfluss von Tarantinos „Django Unchained“. Leider sind zu der Filmvorführung sehr wenig Zuschauende gekommen was natürlich ein ziemlicher Dämpfer für alle Beteiligten war. Wenn soviel Liebe, Nerven und Schweiß in so eine Veranstaltung gesteckt werden, möchte man natürlich auch den möglichst größten Erfolg erzielen. Was aber auch wiederum zeigt, dass das Festival noch nicht ganz in Bautzen angekommen ist und von den Bautzenerinnen nach drei Jahren noch nicht wahrgenommen wird. Oder nicht werden will?

Nach dem ich einen kleinen Abstecher zum Bautzener Stausee gemacht habe, der übrigens sehr zu empfehlen ist, bin ich zur nächsten Vorstellung. Der Livestream Metamorphos
in von der Gruppe Junges DT aus Berlin wurde gezeigt. Endlich mal ein digitales Theaterformat, das funktioniert. Über die Beschäftigung mit Draq und Ovids „Metamorphosen“ hat die Theatergruppe ein Livestream-Fortbildungsprogramm entwickelt. Über 7 parallellaufende Streams ist es möglich, sich von verschiedenen Charakteren aus den Metamorphosen beraten zulassen. Das besondere… es ist möglich über Anrufe und einen Chat Kontakt mit den Figuren aufzunehmen und somit Einfluss auf das Geschehen zu nehmen. Zusätzlich stoßen die Zuschauenden auf ein Geheimnis, das es aufzudecken gilt. Eine tolle Idee, die Zuschauenden über ein digitales Format mit einzubinden. Die Grenze, die hier überwunden werden muss, ist die, sich zu trauen, die Figuren live anzurufen und ihnen zu schreiben. Dabei hilf aber die Anonymität, die im Internet genutzt werden kann. Im Deutsch-Sorbischen Volkstheater wurde ein Public Viewing angeboten, um das Stück zu verfolgen. Leider wurde das Sehen durch eine nicht so stabile Internetverbindung beeinträchtigt. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass die Hürde sich vor so vielen unbekannten Menschen zu einem Anruf durchzuringen, dadurch größer war, als hätte man den Stream zu zweit oder zu dritt mit vertrauten Personen geschaut. Im Nachgespräch gab es durchweg positives Feedback und begeisterten Zuspruch. Was spannend war, dass trotz des digitalen Abstands eine tolle liebevolle Stimmung zwischen Schauspielenden und Zuschauenden entstanden ist, da jede Person ihr ganz eigenes persönliches Erlebnis mit den Charakteren hatte. Es war eine tolle Erfahrung im digitalen Raum. Danke Corona!

Direkt im Anschluss begann das Stück Schau.Platz.Angst. vom Jungen Theater Heidelberg. Die Gruppe hat sich während der Coronazeit und im Hinblick auf das Festival mit ihrer eigenen Stadt Heidelberg und der neu entdeckten Partnerinnen Stadt Bautzen beschäftigt. Dabei sind sie mit sehr viel Humor und Ironie die Vorurteile den Städte und den darin lebenden Menschen gegenüber angegangen und haben für einen unterhaltsamen Abend gesorgt. Das Stück endete mit dem Appell, die Grenzen im Kopf zu überwinden und das eigene Schubladen denken zu reflektieren. Auch im Nachgespräch wurde deutlich merkbar, dass Vorurteile immer noch existieren und vor allem die Lücke zwischen Alt und Jung stärker überwunden werden muss. Die Frage, die sich mir gestellt hat, ob es wirklich nötig ist, zum Teil immer noch bestehende Vorurteile erneut auf der Bühne zu reproduzieren und durch die Form der Ironie zu brechen. Denn durch Ironie ist es einfacher, keine klare Stellung zu beziehen und schwierige Themen einfacher zu umschiffen.
Am Abend präsentierten die Teilnehmenden des FLINT
DJ* Workshop, der schon vor der eigentlichen Festivaleröffnung stattgefunden hat, ihre Ergebnisse. Mit Musik und Feuerschale fand der Abend einen tollen Ausklang. Es war deutlich spürbar, dass die Anspannung von den beteiligten Theatergruppen abfiel und alle ganz gierig nach Austausch und Kommunikation waren. Dabei sind spannende Gespräche über Gesellschaft, Theater, Politik und die Zukunft entstanden.

DB


19. Sep. 2020

Heute um 10.00 Uhr & 11.00 Uhr #TEMPEST

Heute zeigen wir um 10.00 Uhr & 11.00 Uhr #TEMPEST – Open Air in der Mönchskirchruine! Hier ein kleiner Einblick in den performativen Film der Kammerklicke München.


18. Sep. 2020

Erste Höreindrücke von der Eröffnung des Festivals


Schauplätze: Kornmarkt und Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen

JG


18. Sep. 2020

Heute um 19.30 Uhr SCHAU.PLATZ.ANGST.

Heute um 19.30 Uhr zeigen wir SCHAU.PLATZ.ANGST. Das Junge Theater Heidelberg ist mit seinem performativen Talk-Format zu Gast auf der Bühne des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen!


18. Sep. 2020

Instagram-Takeover – 18.09.


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18. Sep. 2020

Heute um 16.00 Uhr Metamorphos*in im Livestream

Heute um 16.00 Uhr gehen wir online mit Metamorphos*in! Das Junge DT Berlin zeigt sein immersives Livestream-Theater. Hier bekommt ihr bereits einen kleinen Vorgeschmack. Meldet euch unter info@jungesdt.de noch fix an.


18. Sep. 2020

Instagram-Takeover Willkommen Anderswo 2020

Wir, Jasmin Lein und Lena Mädel, Studentinnen der Theaterwissenschaft und Anglistik an der Universität Leipzig begleiten seit gestern das Willkommen Anderswo Festival in Bautzen auf Instagram. Neben Portraits der auftretenden Künstler*innen bekommt ihr von uns außerdem Einblicke in den Festivalalltag. Dadurch wollen wir die Atmosphäre des Festivals auch für all jene von euch erfahrbar machen, die diese nächsten Tage leider nicht anwesend sein können.
Wir freuen uns auf das Festival und viele schöne Stunden mit allen Teilnehmenden und sind gespannt auf die zahlreichen Inszenierungen!❤️🧡💛💚💙💜


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18. Sep. 2020

Der erste kleine Eindruck

Das Festival hat begonnen. Mit der Eröffnung auf dem Kornmarkt und der Premiere „Prěki-Durich-Loborka
abgehauen – rüber – geflohen“ des DSVTh Bautzen / Pop2Go (Steinhaus e.V.) hat der erste Tag des „Willkommen Anderswo“-Festivals gestartet. Es ist schön zu sehen, dass viele junge Menschen angereist sind um ihren Beitrag an diesem Wochenende zu leisten. Innerhalb der Festivalorganisation ist eine große Vorfreude und Spannung zu spüren. In der Stadt sind immer wieder Plakate oder Sticker, die auf das Festival hinweisen, zusehen. Durch die aktuelle Corona-Situation ist zu merken, dass der Austausch und die Begegnung mit anderen Menschen nicht ganz einfach ist und alle noch etwas gehemmt sind. Mit kleinen interaktiven Begegnungen wie der Begrüßung auf dem Kornmarkt wird versucht die Situation aufzulockern und anzutreiben um Diskussionen und Vernetzungen zu fördern. Ich bin sehr gespannt wie es die kommenden Tage weitergeht.


DB


18. Sep. 2020

Youtube-Tagebuch – 1. Festivaltag


18. Sep. 2020

Freitag, 18.09. um 11.35 Uhr in der Thespis Festival Zentrale

Die dritte Kaffeekanne wird gebrüht. Es ist trubelig und das Team erleichtert, dass wir die Eröffnung mit so viel positiver Energie auf dem Kornmarkt und auf der Hauptbühne des Deutsch-Sorbische Volkstheaters hinter uns gebracht haben. Ein Highlight war die performative Eröffnung mit Teilnehmerinnen und Besucherinnen auf dem Kornmarkt, bei der wir gemeinsam den rassistischen Übergriffen auf selbigen im Jahr 2016 gedacht haben und unsere Gäste auf unterschiedlichen Sprachen zu Willkommen Anderswo 2020 begrüßen konnten und ja wir haben sogar ein bisschen getanzt – mit Abstand natürlich. Im Haupthaus des Theaters gab es im Anschluss eine digitale Vorstellung der Theatergruppen und anregende und bewegende Reden zweier engagierter Bautznerinnen zu Fragen der Migration und der Gleichstellung.


Auch unsere Dokumentierenden konnten wir gestern hier in Bautzen begrüßen. Wir freuen uns sehr, dass wir auf diesem Blog in den kommenden Tagen Impressionen von Judith Geffert, Diana Berndth, Lara Chahal, Jasmin Lein & Lena Mädel, Katharina Poepel & Miriam Bähr, Charlotte Grief & Svenja Schulte, Lucia Bartl sowie Frederic Gülbeyaz für unterschiedliche Sinne mit Euch teilen können. Es wird Videos geben, Audiomitschnitte, ein Foto des Tages von unserer Festivalfotografin, Rezensionen von Stücken und andere poetisch ästhetische Formate, die euch das Festival aus verschiedenen Perspektiven näher bringen möchten.


Bleibt gespannt und schaut täglich vorbei, um zu erfahren wie Willkommen Anderswo 2020 – Wider alle Grenzen in der Stadt bunte Akzente setzt.


TM & Thespis <3

Foto: Lucia Bartl


11. Aug. 2020

Besuch aus Leipzig

Heute hatten wir Studierende der Theaterwissenschaften der Universität Leipzig zu Besuch. Sie haben sich Bautzen angeschaut, planen eine mehrsprachige Audioinstallation, ein YouTube Tagebuch und eine Instagram-Aktion auf unserem Festival WillkommenAnderswo2020. Alles digital in unserem Programm zu finden oder vom 17.09. bis 20.09. vor Ort in Bautzen.


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24. Jun. 2020

Wie kommen wir* zusammen?

Und wer ist eigentlich wir?

WIDER ALLE GRENZEN - Wie machen wir das - konkret? Wie machen wir Veranstaltungen? Was sind unsere Grundlagen? Um welche Bedürfnisse geht es hier? Welche Ideen und Haltungen liegen der Festivalplanung zu Grunde? Lasst sie uns explizit machen:

Wir erkennen verschiedene gesellschaftliche Diskriminierungsformen (Klassismus, Sexismus, Rassismus, Ableismus, Homo- und Transphobie etc.) sowie unsere eigene Verstrickung darin an.

Unserer Arbeit legen wir ein Verständnis von Gesellschaft zugrunde, das Differenzen und Veränderbarkeit als gemeinsame Stärken anerkennt.

Wir versuchen GRENZEN zu überwinden, indem wir National-und Regionalgrenzen überbrücken und Bautzen als Ort einer möglichen diversen Versammlung begreifen und aktiv gestalten.

Dynamisch-veränderbar – offen – grenzüberschreitend – beweglich – pflegend-sorgend – kommunikativ - zugänglich zu sein, das sind Begriffe die wir mögen.

Wir besetzen Programmpunkte divers. Wir geben uns nicht mit den »üblichen Verdächtigen« zufrieden. Wir ermutigen leise Stimmen. Wir pegeln bei Bedarf die Lauten. Wir bauen GRENZEN ab, indem wir Sorge dafür tragen, dass der Zugang zu unserem Angebot jederm gewährt wird.

Wir wollen Hindernisse und Barrieren abbauen: Bei jeder Veranstaltung wird Übersetzung, Kinderbetreuung und Wasser vorhanden sein. Wir wollen das Programm digital zugänglich machen.

Wir wollen auch Grenzen setzen und tragen dafür Sorge, dass Räume für Rückzug und Regeneration für alle zugänglich sind.

Wir arbeiten mit flachen Hierarchien, betonen ein kollegiales Miteinander und schaffen Raum für kritisches Feedback.

Es geht uns nicht um Perfektion. Sondern um Lebendigkeit. Es ist uns bewusst, dass wir an diesen unseren Überlegungen und Planungen scheitern können, wir wollen versuchen sie umzusetzen.Wir sind dankbar für ehrliche und respektvolle Worte und Kritik.

  • Auszug aus dem Protokoll des Teamtreffens von Lisa, Ticha und Adele im Thespis Zentrum am 24.06.2020